EINFÜHRUNG
SOS PAPA wurde 1990 gegründet und ist mit seinen 6000 Mitgliedern die wichtigste und einflussreichste Vätervereinigung Frankreichs.

2001 fanden bei den Vereinigungstreffen mehr als 4000 Väter ein offenes Ohr; Rat und Hilfe.

Das Vereinigungsbudget, einzig und allein von den Mitgliedsbeiträgen finanziert, beläuft sich auf mehr als 100 000 Euros pro Jahr. Die Vereinigung ist absolut parteilos und unabhängig von allen von einer Scheidung betroffenen Berufsgruppen.

Die Vereinigugn ist sowohl in Paris wie in 20 Ausschüssen in Frankreich vertreten. Es gibt mehrere auswärtige Mitglieder in den USA, Japan, Europa.


Anny Duperey, actress,
die Patin von SOS PAPA


Michel Thizon, der Vereinspräsident.

  • SOS PAPA organisierte in Frankreich die ersten Väterdemonstrationen.

  • SOS PAPA nahm an mehr als 40 Fernsehsendungen teil und in 5 Jahren wurde in 700 Zeitungsartikeln über die Vereinigung berichtet

  • SOS PAPA fördert und veröffentlicht besondere Forschungsarbeiten

  • SOS PAPA verfasst Gesetzesvorlagen, die Ministern und Abgeordneten unterbreitet werden

  • 1997 bei den letzten Abgeordnetenwahlen hat SOS Papa 6 eigene Kandidaten unter seiner Bezeichnung in Paris aufgestellt.
    So etwas wurde bisher noch nie von irgendeiner Vereinigung gemachtS

Association  SOS PAPA 78  - Landeshauptsitz

34, rue du Président Wilson
B.P. 49
(F) 78231  LE PECQ Cedex
Tél. +33 1.39.76.19.99        Fax +33 1.30.15.07.43

PHILOSOPHY


Für die Entparagraphisierung der Scheidung und für Gesetze, die die Entwicklung der Familie, das reale Interesse des Kindes und die Gleichheit der Rechte jedes Elternteils berücksichtigen. Für Gesetze, die zur Befriedung der Trennungsspannungen führen, die den Rechtsanwälten Scheidungen auf gemeinsamen Wunsch hin entziehen, Gesetze, die der Willkür der Richter und Gerichtsbeamten Grenzen setzen bei Gerichtsverfahren, bei denen sozialer Obskurantismus und Sexismus die Entscheidungen schwer beeinflussen können.

" Die Liebe zwischen dem Kind und dem Elternteil erweist sich als stärker, als dauerhafter als jene zwischen Mann und Frau; oft lassen sich diese beiden scheiden, weil ihre Liebe erloschen ist. Im Gegensatz zum Kinde, das sich nicht von seinen Eltern scheiden lässt.

Seine Liebe zu den beiden Elternteilen könnte heil und ganz bleiben, wenn es nicht angegriffen und zu unmöglichen Entscheidungen gezwungen würde. Die Familie, die durch seine Geburt gebildet wurde, existiert nämlich weiterhin.

Die Liebesbeziehungen zwischen Männern und Frauen können zu Ende gehen, und dies geschieht manchmal nicht ohne Grausamkeiten, aber die Folgen sind selten katastrophal. Ganz anders grausam, dumm und verheerend ist die Zerstörung der Gefühlsbeziehung zwischen dem Kind und dem " anderen " Elternteil. Dies ist jener Elternteil, der ausgeschlossen wird bei der Auflösung der Familie auf Grund von Gesetzen, sozialen und gerichtlichen Praktiken, die von der Familie nichts anderes als eine wirtschaftliche, sexistische Vorstellung haben, die dadurch die Rechte des Kindes verletzen, seine lebensnotwendigen emotionalen und psychologischen Bedürfnisse vernachlässigen und sein Gleichgewicht und seine gesellschaftliche Zukunft aufs Schwerste beeinträchtigen.

Der Missbrauch der Liebe des Kindes zu einem der beiden Elternteile, ganz gleich zu welchem, bleibt nicht ohne Folgen für die gesamte Gesellschaft, da diese nämlich in der kommenden Generation von jenen Kindern gebildet wird. "



DIE 30 GESETZESVORSCHLÄGE DER VÄTERVEREINIGUNG SOS PAPA

(Diese Vorschläge wurden anlässlich einer Pressekonferenz Anfang 1997 in Paris vorgetragen, und wurden seitdem sämtlichen Abgeordneten und Senatoren, einer grossen Anzahl von Ministern und deren Mitarbeitern und verschiedenen anderen wichtigen Persönlichkeiten unterbreitet).

Die Unfähigkeit der rechtlichen Strukturen und Praktiken die Trennung der Eltern im Sinne der wahren Interessen der Kinder und der grundsetzlichen Rechte der Väter und Mütter zu organisieren, ist ausgiebig bewiesen. Die " Versöhnungsversuche " - vom Gesetz vorgeschrieben - finden nicht mehr statt. Deshalb verschärfen sich die Konflikte, anstatt dass die Gelegenheit ergriffen würde Abkommen zu schaffen, die dem Wohle der Kinder dienen.
Gerichtssitzungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, alleinige, überarbeitete Richter mit fast absoluter und unkontrollierbarer Macht und ungenaue Gesetze garantieren nicht die Gerechtigkeit der Familienjustiz gehalten im "Namen des Franzöischen Volkes " .

1. Einführung von eventuell gewählten Zivilpersonen, die dem Familienrichter (" Juge aux Affaires Familiales: JAF ") beistehen; diese Eltern wären als Gewähr für gewisse und bestimmte Familienprinzipien und beauftragt mit den Gesprächen, der Anhörung der Kinder, den Schlichtungsversuchen, der Beobachtung der Konfliktsituationen und allem, was die Kindheit und das Elternrecht berührt. Sie helfen den Familienrichtern bei der Gerichtsverhandlung und stehen in der Tat für familiäre Werte und die Kontrolle durch die Öffentlichkeit.
2. Monatliche Veröffentlichung für jeden Richter der Statistiken in Bezug auf die Zuteilung des Wohnsitzes der Kinder, der Ausübung des elterlichen Sorgerechtes und der bewilligten Rechte.
3. Die Richter sollen zivilrechtlich für ihre Entscheidungen verantwortlich gemacht werden (siehe die Erklärung des Präsidenten der Französischen Republik; als Gegenleistung zur Unabhängigkeit der Justiz).
4. Die Eltern sind zu der Teilnahme an Schlichtungsverfahren in jenen Fällen verpflichtet, in denen Konflikte den Kindern gegenüber bestehen; ebenfalls Schaffung von Scheidungsinformations - und Vorbereitungszentren.
5. Im Gegensatz zu " Rechtskriegen "Anregung, Scheidungen in " friedlicher Übereinstimmung " durchzuführen ( auf gemeinsamen Antrag hin und nach effektiv gewordenen, erfolgreichen Schlichtungen, ....), die mit weniger Kostenaufwand verbunden sind, und ohne dass ein ganzes Aufgebot an Anwälten nötig ist, wie dies zur Zeit der Fall ist. Rechtsbeistand (Anwälte, Notare) bleibt dagegen weiterhin nötig was die materielle Seite und die Teilung der Vermögen, falls vorhanden, betrifft.

*Im Namen des " Interesse des Kindes ", kann alles Mögliche und das Gegenteil entschieden werden. In Wirklichkeit ist die einzige vorhandene Definition die Gesamtheit des Textes der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. 
Der Begriff des Sorgerechts, im Französischen " Ausübung der elterlichen Authorität " (" authorité parentale ") ist undefiniert und es gibt keine strafrechtlichen Massnahmen im Falle dessen vorsätzlichen und wiederholten Missbrauchs. So kommt es, dass der Elternteil, der legal für den Wohnsitz des Kindes verantwortlich ist, gewöhnlich alles alleine entscheidet ohne den anderen Elternteil zu Rate zu ziehen; dadurch wird die Umsetzung dieser " elterlichen Authorität " absolut illusorisch, deren Begriff übrigens veraltet ist

6. Klare Gesetze mit genügend präziser Definition schaffen, die den Begriff des Interesses des Kindes herausschälen, insbesondere im Falle der Trennung der Eltern, jene Situation, in der am Häufigsten eine präzise Auslegegung erforderlich ist.
7. In den Schriftstücken den Ausdruck " elterliche Authorität " (im Deutschen " Sorgerecht ") in " elterliche Verantwortung " umwandel.
8. Auslegung der Konzepte und der konkreten Rechte, die mit dem Besitz der " elterlichen Authorität " verbunden sind.
9. Auslegung der verschiedenen strafrechtlichen und sonstigen Massnahmen gegen den Missbrauch der elterlichen Authorität seitens eines Elternteils, unter Missachtung der Rechte des anderen Elternteils.
10. Wiederherstellung der Ausübung der elterlichen Authorität von 500 000 Eltern ( davon 30 000 Mütter), denen sie versagt ist, da die Eltern sich vor dem Gesetz vom 8.Januar 1993 scheiden liessen.

*Das Kind, welches das Symbol des Lebens und der Liebe sein sollte, verkommt in unserer Scheidungs - und Verhütungsgesellschaft immer mehr zu einem Instrument. Allzu oft dient es als wirtschaftlicher Schutzschirm oder als Einkommensquelle, sogar als Besitzgegenstand oder zur Selbstbestätigung, ohne Berücksichtigung seiner Rechte als Kind und als eigenständige Person.

11. Strafrechtliche Verfolgung des Elternteils, der das Kind dem anderen Elternteil vor einer gerichtlichen Entscheidung entzieht, um so ein vollendete Tatsachen zu schaffen, die den unter Umständen monatelangen Abbruch der Beziehungen Elternteil - Kind mit sich bringen können.
12. Systematischer gerichtlicher Antrag auf eventuelle Veränderung des Wohnsitzes zum anderen Elternteil hin, falls der Elternteil, der den " Hauptwohnsitz " innehält, das Kind dem anderen Elternteil vorenthält, bzw. das Besuchsrecht nicht ermöglicht.
13. Tatsächliche strafrechtliche Verfolgung eines nichtermöglichten Besuchsrechts des Kindes, und genauso unerbittlich wie beim Nichtzahlen des Unterhalts, ein Vergehen, das bei gleichem Ausmass, 15 Mal öfter abgeurteilt wird.
14. Systematische Neubetrachtung der Zuordnung des Wohnsitzes, wenn ein " sorgendes "Elternteil umgezogen ist oder die Entfernung des Kindes ohne zwingenden Grund veranlasst hat, so dass die Entfernung die Besuche des " nichtsorgenden "Elternteils erschwert.
15. Die Reisekosten, die beim Ausstausch der Kinder in den Ferien und an den Wochenenden anfallen, sollen zu Lasten jenes Elternteils gehen, der das Kind willentlich vom ursprünglichen Wohnsitz entfernt hat.

* Da jedes dritte Kind nichtehelich geboren wird, wurden beim Senat unter dem Einfluss des Senators und Rechtsanwalts Michel Dreyfuss-Schmidt bei der Verabschiedung (votes) des Gesetzes vom 8. Januar 1993 mehrere Kinderkategorien eingeführt, die je nach den Geburtsumständen ( z.B. - verschiedene Bedingungen des Zusammenlebens bei der Mutter für den nichtehelichen Vater, - Verpflichtung zur Besorgung einer gerichtlichen Bescheinigung des Zusammenlebens, einer Bescheinigung, die nicht wirklich die elterliche Authortät verschafft) über verschiedene Rechte verfügen.Im Falle einer Trennung im Streit, befinden sich die unehelichen Väter in einer Lage ohne festgelegte Rechte und verlieren praktisch sofort jeden Kontakt zum Kinde. 

16. Automatische, vom Gesetz anerkannte Ausübung der elterlichen Authorität für jeden Elternteil, der das Kind legal anerkannt hat, auch ausserhalb der Ehe. Jedwege Aufhebung dieses Rechts muss vom Gericht erfolgen und begründet sein.
17. Im Falle jener Kinder, geboren von einem sogenannten " unbekannten " Vater; sollen die Mütter unnachgiebig dazu angehalten werden , u.U. dazu gezwungen werden, bei der Geburt den oder die möglichen Väter anzugeben, und die Behörden sollen alles Nötige, was die genetischen Nachforschungen betrifft, in die Wege leiten.
18. Anerkennung des Rechtes des Kindes seine Herkunft zu erfahren und Aufhebung der anonymen Geburt (im Französischen " accouchement sous X "); allen möglichen Fällen kann juristisch durch die verschiedenen Kindsaussetzungs- und Adoptionsverfahren begegnet werden. Dem Vater sollte der Vorschlag gemacht werden, das Kind zu übernehmen.

* Die Krankenkassen, die Familienkasse (im Französischen " allocations familiales "), das Finanzamt verhalten sich ungerecht gegenüber jenen " guten "Eltern, die nicht das Sorgerecht innehalten: obwohl diese öfters mehr als 100 Tage pro Jahr die Kinder beherbergen und sich um sie kümmern, sind sie dem selben Steuerrecht unterworfen wie die ledigen Bürger ohne Kinder - bei gleichem Einkommen - oder auch wie jene " schlechten " Eltern ohne Sorgerecht, die niemals von ihrem Besuchs-und Beherbergungsrecht Gebrauch machen.

19. Jedes Kind sollte auch auf der Versicherten Karte desjenigen Elternteils eingeschrieben sein, der nicht das Sorgerecht hat, damit es auch während der Ferien und an den Wochenenden ärztlich behandelt werden kann mit der Gewissheit, dass seinem Vater oder seiner Mutter die Arztkosten zurückerstattet werden.
20. Jeder Elternteil, der ein Kind mehr als 60 Tage pro Jahr beherbergt, soll in den Genuss eines Teiles des Kindergeldes kommen.
21. Jeder Elternteil, der ein Kind mehr als 60 Tage pro Jahr beherbergt, soll in den Genuss von Steueranteilen (" parts d'impôts ") (Familienquotienten) (" quotient familial ") kommen.

* Wenn die Kinder zwischen den Eltern verteilt sind, gibt es weder den Begriff der " kinderreichen " Familie noch die Möglichkeit des erhöhten Kindergeldes. Die Familienkasse nützt diese Gelegenheit, um Geld zu sparen indem sie den ausbezahlten Gesamtbetrag kürzt.

22. Der Gesamtbetrag des Kindergeldes soll für all jene Familien erhalten bleiben, wo die Kinder zwischen dem Vater und der Mutter verteilt sind.

* Was die Voraussetzungen für das psychische und emotionale Gleichgewicht der Kinder betrifft, werden sie nicht richtig berücksichtigt. Die Gesichtspunkte sind oft veraltet. So werden z.B. von einer alten Entscheidung des Kassationsgerichtes die Möglichkeiten der abwechselnden Beherbergung blockiert, die unter gewissen Umständen ausgezeichnete Lösungen bieten.

23. Einführung in das Gesetz der Möglichkeit des zwischen den Eltern abwechselnden Wohnsitzes, wobei die Häufigkeit der Wechselfolge dem Alter des Kindes angepasst ist (kürzere Dauer bei kleineren Kindern).

* Die Höhe der Unterhaltszahlungen werden vollkommen willkürlich festgelegt und einzig vom Richter eingeschätzt. Zusätzlich wird der zahlende Elternteil im Falle von plötzlichem Einkommensverlust (z.B; durch Arbeitslosigkeit, ...) mit finanziell unerträglichen Verpflichtungen konfrontiert, was Monate dauern kann, so lange wie das Wiederaufnahmeverfahren dauert.

24. Rückwirkende Verminderung der Unterhaltszahlungen auf einen plötzlichen Einkommensverlust hin und beträchtliche Beschleunigung der Wiederaufnahmeverfahren in diesen Fällen.
25. Die Verfassung offizieller Richtlinien zur Berechnung der Unterhaltskosten, mit fixen und variablen Grössen, die eine objektivere Erfassung aller möglichen Situationen erlauben. (In Deutschland gibt es die " Dusseldorfer Tabelle ").

* Die " Familientreffpunkte ", die der Vermittlung und der Verständigung zwischen feindseligen Eltern beim Austausch der Kinder dienen sollten, wurden schnell in Instrumente der psychologischen Macht und der Unterdrückung der Väter umgewandelt.

26. Verbot, einen Elternteil psychologischer Überwachung in einem Familientreffzentrum gegen seinen Willen auszusetzen, wenn er weder abgeurteilt noch angeklagt wurde.
27. Schliessung solcher Familientreffzentren, die keine Unterkunft bieten für Eltern, die von weit herkommen, die keinen Ausgang gestatten und die die Besuchsdauer auf 2 -3 Stunden begrenzen. Vertretung durch Personen, die die Kinder an den Wohnorten abholen und sie dorthin zurückbringen.
28. Informationsaustausch zwischen den Familienrichtern und der Staatsanwaltsschaft, und automatische Anklage jeder Person, die falsche Zeugenaussagen oder falsche Beschuldigungen gemacht hat in der Absicht, die Besuchsrechte eines Elternteils zu schmälern.

* Die Sitten und Bräuche der Mehrheit der Gerichte was die Bestimmung der Besuchsrechte betrifft, sind veraltet : jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Schulferien !

29. Systematische Einführung bei der gerichtlichen Entscheidung, Telephongespräche zwischen den Kindern und demjenigen Elternteil zu ermöglichen, der vom Alltagsleben des Kindes ausgeschlossen ist.
30. Systematische Einführung in jene gerichtlichen Entscheidungen, die das Besuchs-und Übernachtungsrecht regeln, die freien Mittwoche, Feiertage und langen Wochenende zu berücksichtigen.